Projekt

Digitale Technologie ist heute eng mit dem Alltag verflochten und führt zunehmend dazu, dass „online“ und „offline“ Realitäten beinahe unmerklich ineinanderfließen. Gerade unter Jugendlichen dominieren z.B. soziale Medien (insbesondere in ihrer mobilen Version) den realen Alltag. Durch die Häufigkeit und Intensität der Nutzung haben diese Technologien einen vielseitigen Einfluss auf Verhaltensweisen und Umgang mit Emotionen. Auf der einen Seite steht z.B. der Selbstoptimierungsdruck (durch Bildmanipulation, Filter, Likes usw.); auf der anderen Seite ermöglicht es neue Fähigkeiten zu erwerben, sich frei auszudrücken oder mit eigenen Emotionen zurechtzukommen. Dies ist der Schwerpunkt unseres Projektes.

Wir sind ein interdisziplinäres Team (Kultur- und Sozialanthropologie, Kognitionswissenschaft und Informatik) im Doktoratsprogramm der Universität Wien und werden gefördert durch ein Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Unser Ziel ist es mit Jugendlichen gemeinsam die gängigen Praktiken der Mediennutzung in Hinsicht auf Emotionen zu erfassen und zu erforschen. Gemeinsam können wir Strategien entwickeln um mit Herausforderungen der digitalen Medien reflexiv umzugehen. Aufbauend auf verschiedene Datenerhebungen entwickeln wir ein Serious Game, das dieses Wissen in einer interaktiven Form zur Verfügung stellt. Der Begriff Serious Game umschreibt dabei Spiele, deren Hauptziel nicht Unterhaltung ist, sondern z.B. Training und Lernen.

Unsere englischsprachige Webpräsenz, die die wissenschaftliche Seite unseres Projekts näher beleuchtet, finden Sie hier.